Die Brandenburg, Sitz der Heveller-Fürsten und vielen bekannt aus Rebecca Gables „Das Haupt der Welt“.
Inzwischen in den 1120er möchte Pribislaw, ein Nachkomme der Hevellerfürsten selbst Fürst werden. Ein anderer, nämlich Albrecht der Bär, möchte nach Osten expandieren. Die beiden zeigen sich von Ihrer diplomatischen Seite, knüpfen einen Bund und werden im weiteren Verlauf der Geschichte natürlich auch davon profitieren. Pribislaw wird Taufpate von Albrechts Erstgeborenen und beide schließen ein Abkommen, dass Albrecht, nach Pribislaws Tod, dessen Nachfolger wird. Besser konnte es für Albrecht eigentlich gar nicht laufen.
Nach dem Tod Pribislaws konnte Albrecht die Brandenburg unblutig übernehmen. Einem aber gefiel das gar nicht, dieser hatte selbst seine Hände nach der Brandenburg ausgestreckt, Jaxa von Köpenick ,ein Slawenfürst östlich der Havel ansässig, und wahrscheinlich ein Verwandter, erhob also ebenfalls Anspruch auf die Brandenburg. Im Frühjahr 1157 schien die Gelegenheit günstig. Jaxa von Köpenick sicherte sich die Unterstützung der polnischer Fürsten, gegen die der deutsche Kaiser gerade einen Feldzug plante und mit List und Tücke, Verrat und Bestechung und einer gehörigen Portion Gewalt gelang ihm das eigentliche Unmögliche. Er eroberte die Brandenburg.
Natürlich war Albrecht nicht gewillt das Hevellerland zu räumen. Mit Hilfe des Erzbischofs von Magdeburg wurde die Burg belagert. Dem waren die Slawen nicht gewachsen und am 11.Juni 1157 wurde sie von den Anhängern Jaxas an Albrecht übergeben. Endgültig. Den Slawen Jaxas gewährte man freien Abzug.
Mit der Rückeroberung der Brandenburg wurde die Mark Brandenburg begründet und Albrecht wurde ihr erster Markgraf.
Sollte Frau Gable die Geschichte um die Heveller weiter verfolgen, wird sicherlich auch dieses Ereignis Einzug in eines ihrer wunderbaren Bücher finden.
A.
