8. März – Weltfrauentag

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Am 8. März wird weltweit der internationale Frauentag begangen. Doch es war nicht immer der 8. März, dieser wurde erst 1975 von den Vereinten Nationen als Weltfrauentag festgelegt.

Frauen waren viele Jahre schmückendes Beiwerk, Arbeiterinnen ohne Lobby, Hausfrauen und Mütter. Bis auf einige Wenige, die versuchten an diesem Umstand, etwas zu ändern, den Frauen eine Stimme geben.

Der Vorschlag einen internationalen Frauentag zu etablieren wurde von Clara Zetkin bereits auf der 2. internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen gemacht. Allerdings war sie nicht der Erfinder, dieser Idee, sondern die kam aus Amerika. Dort wurde bereits 1908 ein Komitee gegründet, auf welchem beschlossen wurde einen nationalen Frauentag für das Wahlrecht zu einzuführen. Dieser erste Frauentag fand am 28. Februar 1909 statt und war ein großer Erfolg, denn auch die Suffragetten schlossen sich den Forderungen der sozialistischen Frau an.

Der Erfolg machte Mut und der Protest der Frauen wurde fortgesetzt. So wurde im Februar 1910 für das Frauenwahlrecht demonstriert. Diese Idee kam mit Mary Wood Simons nach Europa und zwar genau am 19 März 1911 anlässlich der der bereits erwähnten Frauenkonferenz in Kopenhagen. Clara Zetkin und Käthe Duncker übernahmen die Idee und forcierten den Beschluss zur Einführung eines Frauentages.

Nur ein Jahr später wurde der erste Frauentag dann auch begangen. Allerdings nur erst einmal in Dänemark, Deu tschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz, am 19. März 1912.

Im Laufe der nächsten Jahre etablierte sich der Frauentag, zumindest in den sozialistischen Bewegungen. Was als Demonstration für das Wahlrecht begann, änderte sich mit dem 1. Weltkrieg in Aktionen gegen den Krieg. Allerdings waren kritische Stimmen nicht „erwünscht“ und so musste der noch junge Frauentag bereits in die Illegalität gehen.

Aufgrund einer Spaltung in der SPD, bei der sich der linke Flügel abspaltete und in USPD umbeannte. Der internationale Frauentag wieder fortgeführt, in der sogenannten „roten woche“ vom 05.- 12.05.1917. Auch 1918, zum 100. Geburtstag von Karl Marx, am 05, Mai wurde der Frauentag, ausgerichtet von den linken Strömungen, wieder begangen.

Als im November die Regierung unter Beteiligung von SPD und USPD das Wahlrecht für Männer und Frauen ab 20 Jahren verkündete, schien der Frauentag seine Bestimmung erfüllt zu haben.

Am 08. März 1917 kam es in Petrograd zu Streiks der Arbeiterinnen, Bauerinnen und Bewohnerinnen der Armenviertel. Zu ihren Ehren wurde auf der 2. Internationen Konferenz kommunistischer Frauen der 08.März als internationaler Frauentag vorgeschlagen und zwar von der bulgarischen Delegation.

In Deutschland war der Frauentag zwischen 1933 -1945 verboten, aber nicht verschwunden. Er lebte im Untergrund weiter. Wurde im privaten begangen.

Nach 1945 führte die sowjetische Besatzungsmacht in ihrer Besatzungszone den Frauentag wieder ein. Begangen wurde er als das, was in in der Geschichte bereits war. In den westlichen Besatzungszonen wurde der Frauentag zwar von der SPD begangen, aber war von geringer Bedeutung.

Es bedurfte über 20 Jahre, bis die Frauenbewegung wieder erstarkte und der Frauentag wieder an Bedeutung gewann und die Vereinten Nationen 1975 das Jahr der Frau ausriefen und den 08. März zum internationalen Frauentag erklärten.

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