Eilika von Sachsen war die jüngste Tochter des Herzogs von Sachsen, Magnus Billung von Sachsen. Ihre Mutter war eine ungarisch Prinzessin, die Tochter des ungarischen Königs Bela I. Eilika hatte noch eine ältere Schwester, aber keine Brüder. Somit endete mit ihrem Vater die männliche Linie der mächtigen Billunger, deren Linie bis zu Karl dem Großen zurückzuverfolgen ist.
Eilika wurde um 1081 geboren. Über ihre Kindheit ist nicht viel bekannt. Wie schon erwähnt, mit dem Tod des Vaters endete die männliche Linie der Billunger, der Herzog-Titel ging an Lothar von Süpplingenburg. Eigentlich ein Affront gegenüber den Töchtern von Magnus, zumal die Ältere der Schwestern verheiratet war mit dem Bayernherzog Heinrich dem Schwarzen. Auch Eilika war bereits verheiratet, mit Otto von Ballenstedt.
Warum die beiden Schwiegersöhne übergangen wurden, ist nicht bekannt. Lothar erhielt den Titel und Großteile der Ländereien von Heinrich V, ich spekuliere einmal, aus Dank für die Unterstützung gegen seinen Vater Heinrich IV. Einige Erbgüter gingen aber an Eilika, wie z.B. Bernburg, was den Besitz des Grafen von Ballenstedt erheblich vergrößerte.
Infolge eines Streites der einstigen Verbündeten, Lothar und Heinrich V, entzog der Kaiser Lothar das Herzogtum wieder und verlieh es an Otto von Ballenstedt. Eilika war somit Herzogin von Sachsen, allerdings währte diese Heimkehr Eilikas nicht lange, denn Lothar und Heinrich söhnten sich aus, Otto und Eilika mussten das Herzogtum wieder an Lothar abgeben.
Aus ihrer Ehe mit Otto von Ballenstedt gingen 2 Kinder hervor, Albrecht und Adelheid. Mit dem Tod Ottos erbte Albrecht, genannt der Bär, die Grafschaft. Lothar, inzwischen Kaiser und König, verlieh Titel und Land nun an Heinrich den Stolzen, seinen Schwiegersohn. Dieser wiederum ist der Sohn von Eilikas älterer Schwester.
Mit dem Tod Kaiser Lothars in einem kleine Dorf in den Alpen begann ein Erbfolgekrieg zwischen den Söhnen der Schwestern. Eilika, davon überzeugt, dass Albrecht der rechtmäßige Erbe der Billunger ist, zumal Otto und Ihr der Titel seinerzeit verliehen wurde, zu diesem Zeitpunkt war Albrecht bereits um die 12 Jahre. Beide, Mutter und Sohn sehen sic um den Titel betrogen.
Richeldis, Witwe Lothars, verkündet, Lothar hätte seinen Schwiegersohn zu seinem Nachfolger ernannt und möchte nun die Großen des Reiches auf ihn einschwören. Dieses Vorhaben wird von Eilika und Albrecht mit Erfolg hintertrieben. Ein anderer wird Kaiser und belehnt den Bären als Dank mit dem Herzogtum Sachsen. Endlich am Ziel.
Aber die Genugtuung währte nicht lange. Der sächsische Adel erhob sich gegen den Bären. Zunächst konnte dieser die Aufstände mit Hilfe der Staufer niederschlagen, aber dann gewannen seine Gegner die Oberhand. Die Bernburg, die Residenz Eilikas wurde in Schutt und Asche gelegt. Zu diesem Zeitpunkt war Eilika bereits weit über 50 Jahre,
Das Herzogtum war verloren, der Bär nur noch auf dem Papier Herzog von Sachsen. Der Nachfolger Konrads III, war sein Neffe, Friedrich, Herzog von Schwaben, der spätere Kaiser Barbarossa. Dieser übergab das Herzogtum Heinrich dem Löwen, den Sohn Heinrich des Stolzen.
Eilika hat dies wohl nicht mehr erleben müssen. Sie starb in kurz zuvor in Ballenstedt, wo sie auch begraben wurde. Sie war wohl eine außergewöhnliche Frau, die für ihren Sohn kämpfte wie eine Löwin und am Ende verlor.
Wie Eilika ihren Sohn unterstütze ist wunderbar erzählt Sabine Ebert in „Schwert und Krone – Meister der Täuschung“
