Geboren wurde Isabella de Brienne 1212, wahrscheinlich um den 25. April. Von Ihrer Mutter, die bei ihrerer Geburt starb, erbte sie den Titel. Ihr Vater, Jean de Brienne, führte die Regierungsgeschäfte für die noch unmündige Königin. Johann selbst hatte keinen Anspruch auf die Krone, da diese ausschließlich auf Maria de Montferrat zurückging, seine Frau.
13 Jahre später fand die Vermählung zwischen Isabella und Kaiser Friedrich II in Brindisi statt. Die kleine Isabella war 13 Jahre alt und es war keine Liebesheirat. Vermittelt wurde diese Ehe durch einen päpstlichen Legaten von Papst Honorius III, zum einen aus dynastischen Gründen aber vorrangig wegen den von Friedrich II versprochenen Kreuzzuges. Ein Versprechen, welches er anlässlich seiner Krönung aussprach.
Getraut wurde das Paar in der Kathedrale von Brindisi und Friedrich ließ auch gleich seinen Anspruch auf das Königreich Jerusalem verlauten, sehr zum Verdruss seines Schwiegervaters. Ob nun Legende oder Wirklichkeit, die Brautnacht hatte Isabella sich wohl anders vorgestellt, verbrachte ihr Mann diese in einem anderen Bett.
Friedrich selbst schien auch weiterhin wenig Interesse an seiner Gemahlin zu haben, wahrscheinlich war sie ihm zu jung, so bezeichnete er sie häufig als „Kücken“. Aber irgendwie schaffte es Isabella, im zwei Kinder zu schenken. Ein Mädchen, welches bereits kurz nach der Geburt starb und einen Jungen, Konrad, nach dessen Geburt aber sie, wahrscheinlich am Kindbettfieber starb.
Dennoch, viel Zeit hat er seiner Frau sicherlich nicht gewidmet. Nach der Hochzeit schickte er sie zunächst nach Teracina und danach nach Monreale auf Sizilien. Die Vorbereitungen zum Kreuzzug liefen und 1227 kam Isabella ins Kreuzfahrerlager und Friedrich zu verabschieden. Der Kreuzzug stand unter keinem guten Stern. Im Lager grassierte eine Seuche, die bereits zu hohen Verlusten geführt hatte. So wurden u.a. Ludwig IV von Thüringen, der Gatte der Hl. Elisabeth, und Konrad von Urach, Freund und päpstlicher Legat, Opfer der Seuche. Friedrich, inzwischen selbst erkrankt, brach den Kreuzzug infolge der Seuche und der Verluste ab.
In darauffolgenden Jahr starb Isabella vermutlich im Kindbett. Der kleine Konrad war nun Ihr Erbe und somit König von Jerusalem, Friedrich Regent im Namen seines unmündigen Sohnes.
1228/29 führte Friedrich seinen Kreuzzug doch noch durch. Durch Verhandlungen mit Sultan al-Kamil nahm er Jerusalem kampflos und Besitz und ließ sich in der Grabeskirche um König von Jerusalem krönen.
Und Isabella, diese lies Friedrich nach ihrem Tod in der Krypta der Kathedrale von Andria zur letzten Ruhe betten. Übrigens, auch seine dritte Frau, Isabella von England ruht dort.
Wenn ihr mehr lesen wollt: Uwe A. Oster, „Die Frauen Friedrichs II “ oder Tilman Röhrig „Wie ein Lamm unter Löwen“
