… und baute ihr einen Tempel

Um die Person, um die es heute geht, müssen wir ins Alte Ägypten reisen, genauer gesagt in die Zeit Ramses II. und seine Auserwählte war Nefertari.

Über ihre Herkunft ist nur wenig bekannt. Es wird u.a. angenommen, sie sei eine Enkelin von Pharao Eje, dagegen spricht, dass Eje im Neuen Reich aus den Analen gelöscht wurde. Eje stieg unter Echnaton auf, diente Tutanchamun und stieg nach dessen Tod selbst zum Pharao der 18. Dynastie auf. Dieser Umstand spricht also eher gegen eine Verbindung der Nefertari mit Eje. Es ist aber wahrscheinlich, dass sie der Oberschicht entstammt.

Ramses und Nefertari waren schon vor der Thronbesteigung verheiratet. Sie soll ihm nicht nur Ehefrau, sondern auch eine enge Vertraute und Ratgeberin gewesen sein. Sie korrespondierte u.a. auch mit Königin Pudescheba, der Gattin Hattushili’s III, König der Hethiter.

Nefertari war nicht nur die Lieblingsfrau des Pharaos, sie war seine „Große königliche Gemahlin“ und Ramsel verewigte sie in vielen Inschriften, ein Zeichen, was sie ihm bedeutete. Sie war seine große Liebe. Dies wird auch in einer weiteren für das alte Ägypten ungewöhnlichen Darstellung der Königin deutlich. Sie wird häufig auf Wandmalereien und Statuen in der gleichen Größe dargestellt, wie der Pharao selbst, was einer Gleichstellung mit dem Pharao gleichkommt.

Für Sie baute er sogar einen eigenen Tempel, gleich neben seinem im Abu Simbel. Hier wird noch einmal deutlich, dass sie nicht nur seine Gemahlin war, sie wird hier als die Göttin Hathor dargestellt, auch hier in gleicher Größe wie er selbst. Bestätigt wird seine Liebe zu Ihr in einer Inschrift im inneren des Tempels: „Ramses, stark in der Wahrheit, Liebling des Amun, schuf diesen himmlischen Wohnsitz für seine geliebte königliche Gemahlin Nefertari“.

Als sie um 1225 v. Chr., in seinem 24. Regierungsjahr starb, muss ihn das schwer getroffen haben. Ihr Felsengrab im Tal der Königinnen gilt heute aufgrund seiner wunderschönen Wandmalereien, als eines schönsten Gräber. Diese Darstellungen und vor allem der ihr geweihte Tempel in Abu Simbel haben sie, genau wie ihren Gemahl, unsterblich gemacht und geben Zeugnis ab von einer großen Liebe.

Wenn ihr mehr über diese außergewöhnliche lesen möchtet, ein paar Tipps:

  • Christian Jacq, Ramses 1-5
  • Siegfried Obermeier, … und baute ihr einen Tempel

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