
„Der König ist tot, es lebe der König!“ Dem ersten Lancaster-König folgte sein Sohn Henry of Monmouth, als Henry V. In seinen ersten Regierungsjahren betrieb er eine Art Versöhnungspolitk, so ließ er Richard II königlich bestatten und Edmund Mortimer erhielt seine Freiheit und Henry holte ihn an den Hof. Edmund war es zufrieden, er hatte kein Interesse an der Macht und leistete Henry seinen Eid.
Edmunds Schwester, Anne Mortimer hatte inzwischen geheiratet und zwar niemand anderen als Richard of Conisburgh, den Sohn Edmund’s of Langley. Eine bedeutungsvolle Ehe, da der Erbe aus dieser Beziehung Thronansprüche als Nachfahre des 2. und 4. Sohnes Edwards III geltend machen konnte. Dieser Sohn war Richard Plantagenet, Duke of York.
Aber bis dahin dauerte es noch eine Weile. Zuvor nutzte Henry V die Konflikte zwischen Burgund und Frankreich um die Krone Frankreichs zu beanspruchen, wie schon sei Urgroßvater Edward III. Aber auch Henry hatte mit Verschwörungen zu kämpfen.
Nicht ahnend, was sich über ihm zusammenbraute, stellte er eine Armee auf um auf dem Kontinent in Frankreich seinem Thronanspruch Nachdruck zu verleihen.
Richard of Conisburgh, Earl of Cambridge plante mit ein paar weiteren Männern aus dem Hochadel einen Umsturz zu Gunsten Edmund Mortimers. Diesen holte man erst kurz vor der Ausführung ins Boot, doch anstatt seinem Schwager dankbar zu sein, informierte Edmund höchstselbst den König über die Umsturzpläne. Richard wurde noch in Southampton hingerichtet. Sein älterer Bruder Edward of Norwich, Duke of York und Edmund Mortimer gingen mit Henry V. nach Frankreich, wo der Duke of York bei der Schlacht von Azincourt fiel.
Der Titel ging auf seinen Neffen Richard über. Da seine Mutter vermutlich schon bei seiner Geburt starb, war Richard nun ein Waisenkind. Er kam als Mündel in den Haushalt von Joan Beaufort, Tochter von John of Gaunt, und Ralph Neville. Dort begegnete er auch seiner späteren Frau Cecily Neville und ihrem Bruder Richard Neville, dem späteren Earl of Salisbury, eine Verbindung die einige Jahre später noch von Bedeutung sein wird.
Die Ereignisse zu Zeit Henry V., die u.a. mit den Grundstein für die späteren Rosenkriege legten, beschreibt Rebecca Gable in ihrem Roman „Der Hüter der Rose“.
