Die Hoffnung zerbricht

Der Kriegerkönig Henry V, der so viele Terretorien zurück erobert hat, starb früh, seinen Sohn lernte er nie kennen. So kam Henry, der sechste seines Namens schon als Kleinkind auf den Thron.

Mit 16 Jahren übernahm Henry selbst die Macht. Sie sollte nicht vom Glück verfolgt sein, da half auch alles Beten nichts. In Frankreich erstarkte der Widerstand und zu allem Unglück tauchte auch noch eine Jungfrau auf, hinter deren Banner die Franzosen sich versammelten – mit Erfolg.

England verlor immer mehr Gebiete und auch die Gefangennahme der Jungfrau brachte den Erfolg nicht zurück. Henry’s Onkel John of Bedford tat was er konnte und war in Frankreich schwer abkömmlich. Die Engländer hofften, den Widerstand der Franzosen brechen zu können, indem man Ihnen die Jungfrau als Vorbild nimmt. Sie wurde der Ketzerei und Hexerei angeklagt und starb auf dem Scheiterhaufen. Doch der Widerstand brach nicht zusammen und ein Bündnis mit Burgund war schon Jahre zuvor gescheitert.

Wieder sollte eine französiche Prinzessin Schlimmeres verhindern. Bestandteil im Friedensvertrag von Tours war die Heirat zwischen Henry VI und Margarete von Anjou, und eine kleine Geheimklausel, die Abtretung des Maine wieder an Frankreich.

Als dies bekannt wurde, traten bisher unterschwellig geführte Konflikte voll zu Tage. Für viele Adelige war dies der Ausverkauf Englands, vor allem die Aufgabe der Gebiete für eine französische Prinzessin. Der Argwohn der Engländer gegenüber den Franzosen übertrug man von vornherein auf die zukünftige Königin. Nun standen sich am Hof die Günstlinge Henry’s und die Anhänger Onkel Gloucester gegenüber. Geführt wurde die Hofpartei von Henry’s Frau, Margaret von Anjou und den Beauforts. Auf der Gegenseite schloss sich Richard of York der Seite des Bruders Henry V an.

Das erste Opfer war Eleanor Cobham, die Herzogin von Gloucester, sie wurde der Hexerei bezichtigt und verurteilt. Als Ihr Mann, Humphrey of Gloucester sich offen gegen die Klausel aussprach, ließ William de la Pole, Earl of Suffolk und führendes Mitglied der Hofpartei, den Herzog verhaften. Humphrey of Gloucester starb wenig später in der Haft. Sein Bruder, John of Bedford musste dies nicht mehr miterleben, er starb bereits 1435. An die Stelle Gloucesters trat nun Richard Plantagenet, Duke of York.

Richard of York, statt Statthalter in Frankreich zu werden, wurde nun als Statthalter von Irland kaltgestellt. Hier machte er sich durch seinen Gerechtigkeitssinn und eine effiziente Verwaltung auf sich aufmerksam und gewann so die Loyalität der Iren. die sich später noch als hilfreich erweisen wird.

Doch für Henry sollte es noch schlimmer kommen. Die Kämpfe in Frankreich gingen weiter und nun sollte es richtig weh tun, unter dem Kommando von Edward Beaufort, Duke of Somerset, gingen Rouen und die ganze Normandie verloren. Mit diesem Verlust, der wohl auch seinem Stolz und seiner Selbstüberschätzung geschuldet ist, machte er sich angreifbar und Richard of York endgültig zum Feind.

Und noch jemand wurde für den Verlust der französischen Gebiete zur Verantwortung gezogen -William de la Pole, inzwischen zum Duke of Sufflolk erhoben. Nach dem Tod Gloucesters erhielt er auch dessen Titel des Earl of Pembroke. Weiterhin war er Lord Chamberlain und Admiral von England und auch der konnte als Lord Chamberlain die Gebiete in Frankreich nicht retten. Vom Parlament zu Verbannung verurteilt, wurde er auf dem Weg nach Frankreich auf dem Meer abgefangen und ermordet.

Den Lords um Richard of York ging es bis dahin nicht um den Thron. Sie wollten Reformen und die Miss- und Günstlingswirtschaft beenden, auch wenn sich der Thronanspruch Richard of Yorks nicht wegleugnen lässt.

Der König war nicht in der Lage seine Lords unter Kontrolle zu halten, er versank immer wieder in in eine Art geistige Abwesenheit und Margarete wollte nicht schlichten, im Gegenteil, sie wollte gemeinsam mit Eduard Beaufort am liebste Richard of York vernichten. So hatte sie vor, während der Krankheit ihres Mannes, selbst die Regierungsgeschäfte zu übernehmen, gemeinsam mit dem Duke of Somerset, als Berater.

Doch das Parlament entschied anders, es setzte Richard of York als Protektor ein und dieser ließ als erstes Edmund Beaufort verhaften und im Tower festsetzen. Margaretes Einfluss war zunächst gebannt und sie konnte sch auf die Erziehung ihres Sohnes, noch ein Edward, fokussieren und hoffen, dass Henry wieder zu Verstand kommt und sie durch Henry ihren Einfluss wieder zurückgewinnt.

Wer mehr über die Rosenkriege lesen möchte, dem empfehle ich, Rebecca Gabel, Das Spiel der Könige, Conn Igulden, Die Rosenkriege Bd. 1-4, Philippa Gregory, Eie Rosenkriegreihe, Andreas Kalckhoff, Richard III und die historischen Game of Thrones.

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